Lebensmittel-Initiativen zementieren Hochpreisinsel

Die Schweiz am Sonntag titelt am 21. Juni 2014 „Hochpreisinsel für immer! Der politische Wind hat gedreht: Mehrere Initiativen, die für teurere Lebensmittel sorgen, sind in der Pipeline“.

Die beiden Journalisten fassen zusammen: „Geht es nach den Schweizer Bauern, soll der Schweizer Agrarmarkt weiter abgeschottet werden. Eilfertig unterstützt wird die Agrarlobby wohl von linken und grünen Ökopolitikern.“ Erwähnt werden die aktuellen Brennpunkte:

  • Initiative Bourgeois, die das Cassis-De-Dijon-Prinzip im Lebensmittelbereich einschränken will und so den heimischen Markt abschottet.
  • Fair-Food-Initiative (Grüne): Sie will, dass Importe „Schweizer Standards“ erfüllen müssen, insbesondere was die Qualität und Sicherheit betrifft. Namentlich bedeutet dies Anforderungen an Produktion und Verarbeitung, um umwelt- und ressourcenschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt Produkte zu gewährleisten. Weitere Infos: www.fair-food.ch
  • Initiative für Ernährungssicherheit (Bauernverband): Sie will, dass der Bund die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion stärkt. Dazu trifft der Bund wirksame Massnahmen insbesondere gegen den Verlust von Kulturland einschliesslich der Sömmerungsfläche und zur Umsetzung einer Qualitätsstrategie. Weitere Infos: www.ernaehrungssicherheit.ch
  • Initiative für Ernährungssouveränität (Uniterre): Sie will, dass der Bundesrat für eine „vorrangig inländische Versorgung mit Nahrungs- und Futtermitteln“ sorgt.